Neues aus der Raumplanung

Klimaschutz passiert in der Gemeinde – Riggisberg als gutes Beispiel in der Energieversorgung

23.09.2021_Das Klima beginnt sich aufgrund der Emissionen von Treibhausgasen merklich zu ändern. Dies kann mittlerweile als wissenschaftlich erwiesene Tatsache angesehen werden. Die Auswirkungen davon sind divers und heute noch nicht vollständig absehbar. Gemeinden können in vielen raumwirksamen Tätigkeiten entscheidend die Weichen für eine klimaschonende Entwicklung der Gemeinde und somit der Schweiz stellen. Sie können zudem für viele Unternehmen und Bewohnerinnen und Bewohner der Gemeinde eine Vorbildfunktion wahrnehmen, indem Klimaschutzprojekte in der eigenen Gemeinde umgesetzt werden. Die Fachhochschule Ostschweiz hat dazu eine "Starthilfe kommunaler Klimaschutz" erarbeitet. Darin wird Riggisberg mit seinen raumplanerischen Massnahmen zur Energie als gutes Beispiel angeführt. Riggisberg, eine Gemeinde, welche wir seit langer Zeit raumplanerisch beraten dürfen. So werden Klimaschutzprojekte für alle fassbar und anwendungsorientiert umgesetzt. Die Broschüre zeigt Gemeinden auf, bei welchen Gemeindetätigkeiten die Weichen wirkungsvoll und einfach in Richtung "Netto-Null-Emissionen" gestellt werden können.

Alles in einem: erneuern, ergänzen, ersetzen - ein Schulbeispiel der Innenentwicklung

13.09.2021_Die projektierte Siedlung "Pappelhöfe" in Langenthal bewahrt die denkmalpflegerisch besten Bauten, erweitert sie jedoch mit Neubauten und bietet so spannungsvolle und abwechslungsreiche Wohnangebote. Die Komposition von historischen Altbauten – hier Häuser von Hector Egger aus den Jahren 1942 bis 1949 – mit modernen Baukörpern führt zu attraktiven Wohnhöfen, Spielstrassen, Vorgärten und Gärten. Es entsteht eine kleine Gartenstadt, welche auch dem Richtplan der Stadt gerecht wird, nämlich den Boden im Quartier haushälterischer zu nutzen und die Bauten zu verdichten. Während fünf Jahren begleiteten wir das Projekt durch die Unwägbarkeiten der Verwaltung und der Politik, so dass die von uns erstellte Überbauungsordnung nun genehmigt ist. Wir freuen uns, wenn wir das realisierte Vorhaben zeitnah auf dieser Plattform präsentieren dürfen.

Einfach machen: Innenentwicklung mit Qualität

06.09.2021_Aus dem neusten "Inforaum" von EspaceSuisse ein Beispiel aus unserer raumplanerischen Arbeit: Es ist schön hier. Rüti bei Büren liegt im Berner Seeland, südlich von Grenchen, am Südufer der Aare. Im Dorfkern plätschert der renaturierte Rütibach. Ihn säumen mehrheitlich gut unterhaltene historische Gebäude. Ein Blick ins ISOS, das Bundesinventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz, bestätigt den positiven Eindruck: "In der Region seltenes Beispiel eines Bachdorfes", steht da. Ihm und seinem "bäuerlichen Dorfkern" bescheinigt das Inventar besondere räumliche und architektonische Qualitäten und das höchste Erhaltungsziel A. Nördlich, etwas abgesetzt vom Dorf, liegt das Industrie- und Gewerbegebiet Archmatte. Dazwischen liegt ein grünes Band Kulturland. Auch dazu äussert sich das ISOS: Es sei von grosser Bedeutung für das äussere Ortsbild, dass dieses Band frei bleibe.

Im nördlichen Teil der Gemeinde findet in der Arbeitszone, in kurzer Distanz zum schützenswerten Dorfkern, eine intensive Entwicklung statt. Trotzdem sind bisher keine Konflikte entstanden, denn ein Masterplan und eine Überbauungsordnung sorgen für eine qualitativ hochstehende Innenentwicklung. Der Bericht im "Inforaum" dokumentiert ausführlich die Arbeit mit dem Prozess und den Beteiligten.

Bevölkerungsworkshop Ortsplanungsrevision Biglen

24.08.2021_Anfangs 2021 startete die Gemeinde Biglen das Projekt "Ortsplanungsrevision", welches im Kern die Überarbeitung der baurechtlichen Grundordnung (Baureglement, Zonenplan) beinhaltet. In einem ersten Schritt machen sich der Gemeinderat und die Ortsplanungskommission unter Einbezug der Bevölkerung Gedanken über die langfristige Entwicklung der Gemeinde Biglen. Daraus entsteht ein Räumliches Entwicklungskonzept (REK), das die räumliche Entwicklung der Gemeinde langfristig definiert (Zeithorizont 2040+). Das REK bildet die Basis für die nachfolgende Erarbeitung der baurechtlichen Grundordnung.

Im Rahmen eines Bevölkerungsworkshops können alle Interessierten ihre Gedanken, Ideen und Anregungen zur künftigen Entwicklung von Biglen einbringen. Nach dem gemeinsamen Start folgt ein Postenlauf. An sechs durch Fachpersonen begleiteten Themenstandorten bietet sich die Möglichkeit, sich zu informieren und die gewonnenen Erkenntnisse zu diskutieren. Den Abschluss bilden eine gemeinsame Fragerunde und ein kleiner Apéro.

Kurios entdecken - Jacques Tati und der Autoverkehr

16.08.2021_Die Sehnsucht nach einer Verkehrswende ist gross. Doch der Trend zum Auto ist ungebrochen. Könnten Filme mit anderen Bildern vom Autoverkehr daran etwas ändern? Die alten Filme von Jacques Tati lassen hoffen. Die Kraft kleiner Scherze: Über Tatis Filme lässt sich mehr zufrieden lächeln als lauthals lachen. Das war gewollt. […] Zwei Stunden, so erzählte es der Regisseur 1972 in einem seiner wenigen Interviews Elfriede Jelinek, habe er für Trafic an der Autobahn gestanden und „mit den Parisern gelitten, die da zum Baden fuhren. Nicht ein einziger lächelte, die Kinder durften nicht reden. […] Da dachte ich mir, so, jetzt werde ich dafür sorgen, dass die Leute das nächste Mal was zu lächeln haben“.  […]  „Ich will, dass Leute über das Leben lachen. Alles, was in meinen Filmen vorkommt, gibt es auch in der Realität. Deshalb passiert es mir oft, dass mich Leute anrufen und sagen, dankeschön, Monsieur Tati, dass Sie uns auf so viele Kleinigkeiten aufmerksam machen, die wir sonst gar nicht gesehen hätten“. Aus Geschichte der Gegenwart

Wir ziehen ins Länggassquartier: Fabrikstrasse 20A, 3012 Bern

01.07.2021_Im März diesen Jahres entschieden wir, uns neu zu orientieren - im Juli ist alles umgesetzt! Planung und Umsetzung geht bei uns manchmal ziemlich schnell. Sie finden uns ab dem 7. Juli 2021 in unseren neuen Büroräumlichkeiten in der "Länggasse". Am Montag und Dienstag 5. und 6. Juli 2021 packen, schwitzen und  tragen wir und richten unsere neuen Räume ein. Deshalb sind wir an diesen zwei Tagen nicht erreichbar. Wir danken für Ihr Verständnis. Wir sind ab Mittwoch 7. Juli 2021 wieder für Sie da. Die Korken lassen wir gemeinsam mit Ihnen im neuen Jahr, zusammen mit unserem Firmenjubiläum, knallen. Wir freuen uns!

Bätterkinden: Teilrevision der Ortsplanung verabschiedet

28.06.2021_Die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger der Gemeinde Bätterkinden verabschiedeten am 14. Juni 2021 an der Gemeindeversammlung die Teilrevision der Ortsplanung. Da es sich um eine technische Revision handelt, wurden keine grundlegenden raumwirksamen Anpassungen vorgenommen. Das Baureglement ist auf die übergeordneten Bestimmungen angepasst und die Gewässerräume wurden grundeigentümerverbindlich festgelegt. Neben den interessanten inhaltlichen Auseinandersetzungen mit der gebauten Umwelt gehören auch technische Überarbeitungen zum Arbeitsalltag unseres Raumplanungsbüros.

Thunstetten und Rubigen: Stimmbevölkerung sagt klar Ja zur Ortsplanungsrevision

21.06.2021_Sowohl die Stimmbevölkerung der Gemeinde Thunstetten wie auch diejenige der Gemeinde Rubigen hat am 13. Juni 2021 die Ortsplanungsrevision bei einer hohen Stimmbeteiligung deutlich angenommen. Hiermit können die beiden Gemeinden eine mehrjährige, intensive Planungsphase mithilfe der Panorama AG erfolgreich abschliessen. Beide Gemeinden erhalten damit eine moderne und zukunftsgerichtete baurechtliche Grundordnung, welche die Änderungen im übergeordneten Recht umsetzt und Rücksicht auf die Bedürfnisse der Gemeinde, des Kulturlandschutzes und der Umwelt nimmt.

Aeschi bei Spiez: Ortsplanungsrevision eindeutig angenommen

08.06.2021_Am 4. Juni 2021 haben107 Stimmberechtigte von Aeschi b. Spiez die Ortsplanungsrevision ohne Gegenstimme angenommen. Nach mehreren Jahren Planungsarbeit ist damit der Weg für eine ortsspezifische Innenentwicklung und für ein moderates Bevölkerungswachstum geebnet. Das Baureglement ist aktualisiert und vereinfacht sowie auf die übergeordneten Bestimmungen angepasst. Auch die Gewässerräume wurden grundeigentümerverbindlich festgelegt. Nun geht das Geschäft zur Genehmigung an den Kanton.

Rubigen Areal Obstgarten: Eine Informationsplattform gibt Einblicke rund ums Projekt

25.05.2021_Das Areal «Obstgarten» ist für die Weiterentwicklung von Rubigen von zentraler Bedeutung. Der Gemeinderat möchte deshalb auf dem Grundstück eine qualitätsvolle Wohnüberbauung ermöglichen und mit der ZPP und der UeO «Obstgarten» die notwendigen baurechtlichen Rahmenbedingungen dafür schaffen. Das im Werkstattverfahren unter Beizug externer Experten erarbeitete Referenzkonzept «Obstgarten» bildete die Grundlage zur Ausarbeitung der ZPP und UeO. Die Umsetzung des Referenzkonzeptes schafft eine qualitätsvolle Aufwertung des bestehenden Bauernhofes, ermöglicht eine angemessene innere Verdichtung und schafft attraktiven Wohn- und Lebensraum für die Bevölkerung von Rubigen wie auch für potenzielle Neuzuziehende. Damit sich die Bevölkerung ein Bild des Referenzkonzepts sowie der ZPP und UeO Obstgarten machen kann, werden die massgeblichen Bausteine des Konzepts sowie der baurechtlichen Bestimmungen auf der Informationsplattform textlich und visuell erläutert. Gemeinsam mit der Gemeinde und den r+st Architekten haben wir die Planungsunterlagen erarbeitet und den Initianten auf Basis der digitalen Gesamtlösung für effiziente Informations- und Mitwirkungsplattform „E-Mitwirkung“ Support geboten.

Beschlossene Sache: Raumentwicklungsstrategie RES O'mundo

11.05.2021_Wir sind stolz, Teil des Bearbeitungsteams der Räumlichen Entwicklungsstrategie RES Ostermundigen zu sein. Diese wurde am 6. Mai 2021 mit 33 zu 0 Stimmen beschlossen. Alle relevanten Unterlagen zum Projekt O'mundo finden Sie hier. Wir wünschen der Gemeinde für die Umsetzung der Planung viel Energie und Erfolg!

Justizvollzugsanstalt Hindelbank – Strategiepapier und Masterplan

29.04.2021_Im Rahmen der Gesamtinstandsetzung der Justizvollzugsanstalt Hindelbank (JVA) durch das Amt für Grundstücke und Gebäude Bern (AGG) ist die Verbesserung und Erweiterung des Sicherheitsperimeters zu prüfen. Hierzu analysieren und beurteilen wir auf Basis der Machbarkeitsstudie von Itten + Brechbühl AG die baurechtlichen und raumplanerischen Vorgaben. In Kenntnis dieser entwickeln wir verschiedene Szenarien zur Umsetzung und nehmen eine Risikobeurteilung vor. Ein Strategiepapier fasst die Erkenntnisse zusammen und definiert Handlungsempfehlungen. In einem zweiten Arbeitsschritt erarbeiten wir in enger Zusammenarbeit mit der kantonalen Denkmalpflege einen Masterplan. Eine fundierte Grundlage, welche die künftige Entwicklung innerhalb des Areals aufzeigt, ist für alle weiteren Arbeitsschritte vorteilhaft. Der Masterplan dient als Basis für die Ausarbeitung der Überbauungsordnung und des, aufgrund der geschützten Bausubstanz, notwendigen qualitätssichernden Verfahrens.

Begleitung Arealentwicklung "Holzgasse" in Kerzers

22.04.2021_Wir begleiten die Grundeigentümer des Areals "Holzgasse" in der Gemeinde Kerzers bei der Arealentwicklung. Im Planungsteam mit der Werkgruppe agw klären wir die Zielsetzung, erarbeiten eine bedürfnisgerechte Umsetzungsstrategie und konzipieren eine Machbarkeitsstudie. Diese bildet die Grundlage für die Ausarbeitung des Detailbebauungsplans. Wir folgen konsequent unserer Arbeitsweise: Auftragsklärung, Prozessgestaltung und Umsetzung

Ortsplanungsrevision Grenchen zur Mitwirkung und Vorprüfung verabschiedet

08.04.2021_Der Gemeinderat hat die umfangreiche Ortsplanungsrevision zur Mitwirkung und Vorprüfung verabschiedet. Ausgangspunkt waren Szenarien von ETH-Studierenden, welche in Workshops durch Grenchnerinnen und Grenchner diskutiert und zum Leitbild entwickelt wurden. Die Ziele des Leitbilds wurden thematisch vertieft und die Erkenntnisse in die baurechtliche Grundordnung überführt. Eine Herausforderung war beispielsweise die Öffnung von Arbeitszonen für das Wohnen in den historischen Fabriken der Wohnquartiere, eines der typischen Merkmale der Stadt Grenchen. Über Anreize ist es gelungen, eine Lösung zu definieren, welche sowohl die Identität der Uhrenstadt bewahrt, als auch das Wohnen in den typischen Uhrenfabriken zulässt - eine Win-win-Situation. Die Begleitung der Ortsplanung hat vor mehr als 20 Jahren durch Christof Tscharland als Stadtplaner (50%-Mandat, 1997 - 2001) begonnen. Grenchen hat 2004 den Fussverkehrspreis Schweiz und 2008 den Wakkerpreis gewonnen. Raumplanung ist eine auf lange Dauer angelegte Disziplin. Die neue baurechtliche Grundordnung soll anfangs 2023 in Kraft treten.

Raumplanung und Covid

01.04.2021_Unser zur Tradition gewordenes Osterapéro in Solothurn können wir aufgrund von Covid nicht durchführen, was wir sehr bedauern! Die Krise zieht aber wesentlich grösser Kreise, sie verändert unsere Lebensmodelle dauerhaft und ist relevant in verschiedenen Themen der Raumplanung. So wird die weniger ortsgebundene Arbeitsweise in den nächsten Jahren für diverse Innovationen und Verschiebungen sorgen: Co-Working, abgesetzte Firmenbüros oder nomadische Arbeitsmodelle werden Einzug halten. Dabei spielen Orte mit Zentrumsfunktionen aufgrund ihres Serviceangebotes (Kinderbetreuung, Einkauf, Schulen, Gesundheitszentren, Freizeitangebote etc.) eine wichtige Rolle. Es zeigt sich, dass Orte mit diesen Angeboten besonders resilient sind in der Pandemie. Deshalb ist es wichtig, Zentrumsfunktionen zu stärken und zu überlegen, wie und wo diese Servicefunktionen sichergestellt werden können. Die Bedeutung der Orts- und Stadtzentren als unsere Identifikationsorte ist zudem gestiegen. Man hat den Wert der Begegnung neu erfahren und möchte Ortszentren als unsere Identifikationsorte stärken. Dieses Verlangen gilt es zu antizipieren. Die Lust auf grüne Aussenräume und beruhigte Strassen ist stark gewachsen, was im Zusammenhang mit der Klimadebatte und dem Stadtklima förderlich ist. Man nimmt weiter die entspannte Situation im (Teil-) Lockdown als angenehme Erfahrung wahr. Es wird zu einer Offensive zugunsten lokaler Lebensqualität kommen. Deshalb ist es wichtig, dass Grundbedürfnisse in 15 Minuten Gehdistanz befriedigt und qualitative Grünräume von der Haustür in 60 Sekunden erreicht werden können. Besitzt ihre Gemeinde die Voraussetzungen/das Potenzial, diese Qualitäten dereinst zu erreichen? – Wir wünschen frohe Ostertage!