Neues aus der Raumplanung

Gemeinsam für den Erhalt von Baudenkmälern

12.01.2021_Die Stiftung Ferien im Baudenkmal und der Schweizer Heimatschutz lancieren «Marché Patrimoine – die Plattform für Baudenkmäler» und ermöglichen damit ein direktes Engagement für bedrohte Häuser. Unzählige schützens- und erhaltenswerte Häuser stehen in der Schweiz leer oder zerfallen. Gleichzeitig finden viele Liebhaber*innen und potenzielle Käufer*innen alter Häuser keinen Zugang zu solchen Angeboten, da sie als Nischenprodukte im Immobilienmarkt untergehen. An diesem Punkt setzt «Marché Patrimoine» an. Das Ziel der Online-Plattform ist die Vermittlung historischer Bauten an sensibilisierte Käufer*innen, um sie als wichtigen Teil der regionalen Geschichte und als identitätsstiftende Elemente von Kulturlandschaften langfristig zu erhalten. Als Projektträger setzen sich der Schweizer Heimatschutz und die Stiftung Ferien im Baudenkmal für den Erhalt der vielfältigen Schweizer Baukultur ein. Der Heimatschutz tut dies mittels Öffentlichkeitsarbeit und politischem Engagement, die Stiftung Ferien im Baudenkmal gibt bedrohten Baudenkmälern als Ferienobjekte eine sinnvolle Zukunft und macht Baukultur erlebbar. Mit dem Projekt «Marché Patrimoine» weiten die zwei Institutionen ihr Wirken aus, indem sie Interessierte vernetzen und die schweizweite Vermittlung historischer Gebäude vereinfachen. Wobei sich das Angebot nicht nur auf Wohnhäuser beschränkt, sondern von Gewerbe- und Industriebauten bis hin zu landwirtschaftlichen Bauwerken reicht. Panorama unterstützt die tolle Initiative.

Rüti bei Büren - Überbauungsordnung „Industrie Ost“ genehmigt

04.01.2021_Die Thommen-Furler AG plant langfristig. Wir durften die Firma über 10 Jahre bis zum erfolgreichen Projektabschluss begleiten. Im 2010 begann die Planergemeinschaft Lanz Architekten, Bauzeit Architekten, Panorama AG im Auftrag der Thommen-Furler AG mit der Gesamtplanung des Betriebsareals. Der daraus resultierende Masterplan als verbindliches, raumstrategisches Steuerungselement ermöglicht ein Höchstmass an Flexibilität für die betriebliche (Weiter-) Entwicklung. Er diente als Grundlage für die erarbeitete Zone mit Planungspflicht und die nun genehmigte Überbauungsordnung. Durch eine geschickte Anordnung der Bauten und Anlagen konnte der Fruchtfolgeflächen-Verbrauch auf 0.3 ha beschränkt werden. Die Kompensation der beanspruchten Fläche wird durch den überkommunalen Abtausch mit der Gemeinde Bellmund sichergestellt.

Was wünschen Sie sich fürs 2021?

24.12.2020

"Ein positiver Wunsch ist ein von Anfang an positiver Gedanke verbunden mit der Hoffnung auf positive Erfüllung. Und wer so denkt, hat eine gute Chance, dass es funktioniert." Klaus Seibold

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen, dass Sie einen guten Abschluss dieses Jahres finden und mit einem positiven Wunsch ins 2021 starten mögen!

Am 4. Januar 2021 sind wir gerne wieder für Sie da.

Herzliche Grüsse

Das Panorama-Team

Oberhünigen - Einführung der neuen Gewässerräume genehmigt

21.12.2020_Das revidierte Gewässerschutzgesetz verlangt von den Kantonen die Ausscheidung von Gewässerräumen entlang aller oberirdischen Gewässer. Mit dem revidierten Wasserbaugesetz (WBG) wurden die Rechtsgrundlagen für die Umsetzung im Kanton Bern geschaffen. Für die Festlegung des Gewässerraums sind in Bern die Gemeinden zuständig. Ihre Aufgabe ist es, die Vorschriften zur Ausscheidung des Gewässerraums in der baurechtlichen Grundordnung grundeigentümerverbindlich festzulegen. Das kantonale Amt für Gemeinden und Raumordnung hat die Teilrevision der Ortsplanung Oberhünigen resp. die Einführung der neuen Gewässerräume genehmigt. Die Genehmigung umfasst die von der Gemeindeversammlung beschlossene Teilrevision des Baureglements und die Zonenpläne Gewässerräume Süd und Nord.

Die Stimmberechtigten von Studen sagen mit 84.5% ja zur Ortsplanungsrevision

15.12.2020_Was soll Studen sein? Was soll es nicht sein? Wie wollen die Studnerinnen und Studner wohnen, arbeiten oder ihre Freizeit verbringen? Welches sind die Lieblingsorte, welches die „Unorte“? Intensive und interessante Diskussionen führten vom Bevölkerungsworkshop im Sommer 2018 über die Richtplanung bis hin zur Nutzungsplanung mit Zonenplan und Baureglement. Der umfassende Prozess zahlte sich aus, die Ortsplanungsrevision wurde am letzten Sonntag, 13. Dezember 2020, mit einem grossen Mehr an der Urne beschlossen.

Das gezeichnete ISOS – was bedeuten die vier Buchstaben?

07.12.2020_Das Bundesamt für Kultur will der breiten Öffentlichkeit das Bundesinventar der schützenswerten Ortsbilder ISOS näherbringen. Drei kurze Filme erklären das wichtige Instrument in gelungener Weise. Das ISOS werde oft als kompliziert und dessen Anwendung als schwer verständlich dargestellt, heisst es in einem Schreiben des Bundesamts für Kultur BAK. In der Tat sind die Mechanismen anspruchsvoll, und das ISOS ist zuweilen auch politisch umstritten. Die drei Kurzfilme à drei bis vier Minuten erklären das Bundesinventar in Wort und Bild beziehungsweise unterhaltsam gezeichnet: die Grundlagen, die Methode und die Anwendung. So erfährt man, dass das ISOS die wertvollsten Siedlungen der Schweiz verzeichnet oder dass es auch Freiflächen wie Gärten aufnimmt. Ein zweiter Film erklärt die Kriterien für eine Aufnahme, zum Beispiel die Lage oder die Räume zwischen den Bauten. Und der dritte Film zeigt schliesslich, welche Rolle das ISOS bei der raumplanerischen Interessenabwägung spielt. Haben Sie Fragen zum ISOS und dessen Umsetzung? Wir haben viel Erfahrung, kontaktieren Sie uns! Die Filme sowie weitere Informationen zum ISOS sind hier abrufbar.

Pieterlens Möölmattenbach wird renaturiert

02.12.2020_Die Stimmberechtigten von Pieterlen entschieden am letzten Sonntag an der Urne, den Möölmattenbach zu renaturieren. Wir durften mit der Gemeinde den Zonenplan Gewässerraum erarbeiten. Dass die konkrete Renaturierungsmassnahme mit über 70 Prozent der Stimmenden angenommen wurde, freut uns. Das Projekt wurde durch ein spezialisiertes Büro erarbeitet. Der Wasserbauplan wurde unter den betroffenen Grundeigentümerinnen, der Gemeinde und den Fachstellen des Kantons abgestimmt. Das Projekt wird zu einem grossen Teil von Bund und Kanton subventioniert.

Zuschlag Ortsplanungsrevision Biglen

09.11.2020_Die Gemeinde Biglen plant ab 2021 ihre Ortsplanung zu revidieren. In einem partizipativen Verfahren wird ein räumliches Entwicklungskonzept erstellt. Auf dieser Basis kann anschliessend die baurechtliche Grundordnung auf die neuen Anforderungen und Bedürfnisse angepasst werden. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit!

Markanter Auftakt für das Dorfzentrum

26.10.2020_Innenentwicklung mit Qualität geht das? Eine Frage die immer wieder an uns getragen wird. Am 31.05.2020 haben wir im Ticker über das von uns erprobte Werkstattverfahren berichtet. Heute können wir anhand des Beispiels Rüttenen zeigen, wie Qualität und Innenentwicklung in einer ländlichen Gemeinde mittels eines Studienauftrags unter drei Architektenteams zu einem hochstehenden Ergebnis führt. Die ssm architekten aus Solothurn haben die Konkurrenz mit einem differenzierten, dem Ort gut angepassten Projekt gewonnen. Letzte Woche fand eine Informationsveranstaltung zum Projekt und zur Planung statt, worüber die Solothurner Zeitung berichtet hat. Den für die Realisierung nötigen Teilzonen- und Gestaltungsplan durften wir zusammen mit der Einwohner- und Bürgergemeinde und den Architekten erarbeiten. Wir freuen uns auf die Realisierung, wenn der Idee Leben eingehaucht wird!

Herzlich willkommen Anna-Isabel

20.10.2020_Anna-Isabel Perracini ergänzt seit Anfang Oktober als Praktikantin unser Team. Aktuell studiert sie Geographie an der Universität Bern, wo sie im Winter 2020 den Bachelor abschliessen wird. Wir heissen Anna-Isabel herzlich willkommen und freuen uns, dass sie uns in den nächsten sechs Monaten unterstützen wird!

Zentrumsentwicklung Aarwangen: Überbauungsordnung umgesetzt

12.10.2020_Die Zentrumsentwicklung Aarwangen war eine wichtige Entwicklungsmöglichkeit fürs Dorf. Die Realisierung erforderte die Koordination der Grundeigentümerinteressen und eine gemeinsame Planung aller Akteure. Wir sind erfreut, dass die Überbauungsordnung nun umgesetzt ist und die Wohnungen kurz nach Fertigstellung mehrheitlich vermietet sind.

Gratulation! - Kevin Stucki hat das CAS in Immobilienökonomie abgeschlossen

05.10.2020_Kevin Stucki aktualisierte seine Kenntnisse über die wichtigsten lebenszyklusbezogenen Themen aus Volkswirtschaftslehre, Marketing, Recht, Finanzierung und Investition zur Immobilienökonomie an der Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften ZHAW. Besondere Bedeutung der Ausbildung kommt den funktionalen Managementaspekten Immobilieninvestition und -finanzierung, Immobilienanalyse und -bewertung sowie dem Immobilienmarketing zu. Die Raumplanung wird immer komplexer, die Lösungsfindung immer anspruchsvoller. Zu jeder Auftragsklärung gehört die Analyse der wirtschaftlichen Aspekte. Aufgrund sorgfältiger Auftragsklärung bieten wir Ihnen Übersicht und massgeschneiderte Prozesse und Instrumente. Wir begleiten Sie von der Idee bis zum Prozesserfolg und leisten in jedem Projektstadium gezielte Unterstützung. Das Know-how der Immobilienökonomie, das Kevin Stucki an der ZHAW aufgefrischt und erweitert hat, gehört zu unserem umfassenden raumplanerischen Angebot.

Städtebau, Siedlungs- und Ortsplanung - Drei Beispiele mit Panorama-Beteiligung in der neusten Espazium-Ausgabe "Immobilen und Energie"

20.09.2020_Die dritte Ausgabe des espazium-Sonderhefts "Immobilien und Energie" thematisiert Strategien, wie der Gebäudepark energetisch transformiert werden kann. Dargestellt werden Konzepte, Standards und Beispiele aus der Praxis. Motive und Umsetzungswege unterscheiden sich jeweils deutlich; nicht überall  taugen dieselben Rezepte. Dennoch soll die Lektüre aufzeigen, wie eine klimafreundliche Transformation in der  Immobilienentwicklung anzupacken ist. Aus Raumplanungssicht sind es nicht nur gute Beispiele zur Energie, sondern genauso zu einer qualitativen Innenentwicklung:

Sion, Cour de Gare: Hier gewannen wir unter Federführung von Bonnard & Woeffray Architekten, Monthey den internationalen städtebaulichen Studienauftrag 2012. Geschossfläche oberirdisch zu Landfläche im Verhältnis drei zu eins, wie in der Altstadt von Sion. Anschliessend durften wir die planungsrechtliche Grundlage mit einem Quartierplan ausarbeiten, so dass diesen Sommer mit der Realisierung begonnen werden konnte. Der Cour de Gare ist Teil der Gesamt-Würdigung des Wakkerpreises von Sion im Jahr 2014.

Langenthal, Pappelhöfe: Mit Rolf Mühlethaler Architekten, Bern durften wir die Siedlungsplanung mit einer Überbauungsordnung, der Nutzungsplanung erarbeiten. Ein Projekt der Innenentwicklung mit sanfter Renovation, Ersatz- und Ergänzungsbauten und schlussendlich mit einer Verdoppelung der oberirdischen Geschossfläche. Die Pappelhöfe sind Teil der Anerkennung der Stadt Langenthal beim Wakkerpreis 2019.

Stettlen, Bernapark: Als Ortsplaner von Stettlen besteht die Herausforderung, der Gemeinde als Planungsbehörde die Chancen und Gefahren des Bernaparks bewusst zu machen, so dass die richtigen Entscheide mit Überzeugung getroffen werden können. Für eine kleine Gemeinde wie Stettlen wirft das sehr grosse Vorhaben auf vielen Ebenen grundsätzliche Fragen auf, welche weit über die Innenentwicklung und Energie hinausgehen: Wer sind wir? Wohin wollen wir?

Gemeindeversammlung Diessbach bei Büren beschliesst Ortsplanungsrevision

16.09.2020_Zuerst eine Vision mit Massnahmen für den Ortskern und dann die Revision der Nutzungsplanung mit Baureglement und Zonenplan über die gesamte Gemeinde. In diesen Schritten durften wir die Gemeinde Diessbach bei Büren in ihren verantwortungsvollen Arbeiten in den letzten Jahren begleiten. Eine Gesamtmelioration mit Bachrenaturierungen und ökologischen Aufwertungen sind in die Revision der Nutzungsplanung eingeflossen. Die trotz Corona-Schutzkonzept und sommerlichem Wetter rege besuchte Gemeindeversammlung vom 8. September 2020 hat die Planung nach kontroversen Diskussionen mit grosser Mehrheit beschlossen. Diessbach bei Büren, eine lebendige ländliche Gemeinde.

Rüti bei Büren plant für die Zukunft, planerische Grundlage zur Entwicklung der Arbeitszone durch Gemeindeversammlung beschlossen

09.09.2020_Im Jahr 2010 wurde die Planergemeinschaft Lanz Architekten, Bauzeit Architekten und Panorama mit der Gesamtplanung des Betriebsareals der Thommen-Furler AG beauftragt. Resultat ist ein Masterplan mit einem hohen Mass an Flexibilität für die betriebliche Entwicklung: So viel wie nötig, so wenig wie möglich. Er zeigt auf, wie die Entwicklung des Betriebs von einem Pflichtlager für Heizöl zu einem Betrieb für Chemikalien-Versorgung, Umwelttechnik und Sonderabfall-Entsorgung konzeptionell und baurechtskonform weiterentwickelt werden kann. Er schreibt die Zukunft nicht fest, sondern ermöglicht sie. Aus dem Masterplan ergeben sich konkrete Bauprojekte und die dazu notwendigen baurechtlichen Instrumente.

Die Gemeindeversammlung hat die neue Zone mit Planungspflicht verabschiedet. Die Anforderungen hinsichtlich Erschliessung mit Bahn, öffentlichem Verkehr, Lastwagenverkehr, Kulturland, Lärm, Denkmalpflege, Gestaltung u.v.m. waren und sind eine grosse Herausforderung. Dank der innovativen Haltung der Gemeinde und der Firma Thommen-Furler AG konnte alles unter einen Hut gebracht werden, Instrumente, denen alle Akteure aus der Verwaltung, die Behörden und die Bevölkerung zustimmen können. Die Firma ist wirtschaftlich erfolgreich und kulturell aufgeschlossen: Gute Voraussetzungen für erfolgreiche Planungen mit schwierigen Rahmenbedingungen!