Neues aus der Raumplanung

Zuschlag Ortsplanungsrevision Biglen

09.11.2020_Die Gemeinde Biglen plant ab 2021 ihre Ortsplanung zu revidieren. In einem partizipativen Verfahren wird ein räumliches Entwicklungskonzept erstellt. Auf dieser Basis kann anschliessend die baurechtliche Grundordnung auf die neuen Anforderungen und Bedürfnisse angepasst werden. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit!

Markanter Auftakt für das Dorfzentrum

26.10.2020_Innenentwicklung mit Qualität geht das? Eine Frage die immer wieder an uns getragen wird. Am 31.05.2020 haben wir im Ticker über das von uns erprobte Werkstattverfahren berichtet. Heute können wir anhand des Beispiels Rüttenen zeigen, wie Qualität und Innenentwicklung in einer ländlichen Gemeinde mittels eines Studienauftrags unter drei Architektenteams zu einem hochstehenden Ergebnis führt. Die ssm architekten aus Solothurn haben die Konkurrenz mit einem differenzierten, dem Ort gut angepassten Projekt gewonnen. Letzte Woche fand eine Informationsveranstaltung zum Projekt und zur Planung statt, worüber die Solothurner Zeitung berichtet hat. Den für die Realisierung nötigen Teilzonen- und Gestaltungsplan durften wir zusammen mit der Einwohner- und Bürgergemeinde und den Architekten erarbeiten. Wir freuen uns auf die Realisierung, wenn der Idee Leben eingehaucht wird!

Herzlich willkommen Anna-Isabel

20.10.2020_Anna-Isabel Perracini ergänzt seit Anfang Oktober als Praktikantin unser Team. Aktuell studiert sie Geographie an der Universität Bern, wo sie im Winter 2020 den Bachelor abschliessen wird. Wir heissen Anna-Isabel herzlich willkommen und freuen uns, dass sie uns in den nächsten sechs Monaten unterstützen wird!

Zentrumsentwicklung Aarwangen: Überbauungsordnung umgesetzt

12.10.2020_Die Zentrumsentwicklung Aarwangen war eine wichtige Entwicklungsmöglichkeit fürs Dorf. Die Realisierung erforderte die Koordination der Grundeigentümerinteressen und eine gemeinsame Planung aller Akteure. Wir sind erfreut, dass die Überbauungsordnung nun umgesetzt ist und die Wohnungen kurz nach Fertigstellung mehrheitlich vermietet sind.

Gratulation! - Kevin Stucki hat das CAS in Immobilienökonomie abgeschlossen

05.10.2020_Kevin Stucki aktualisierte seine Kenntnisse über die wichtigsten lebenszyklusbezogenen Themen aus Volkswirtschaftslehre, Marketing, Recht, Finanzierung und Investition zur Immobilienökonomie an der Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften ZHAW. Besondere Bedeutung der Ausbildung kommt den funktionalen Managementaspekten Immobilieninvestition und -finanzierung, Immobilienanalyse und -bewertung sowie dem Immobilienmarketing zu. Die Raumplanung wird immer komplexer, die Lösungsfindung immer anspruchsvoller. Zu jeder Auftragsklärung gehört die Analyse der wirtschaftlichen Aspekte. Aufgrund sorgfältiger Auftragsklärung bieten wir Ihnen Übersicht und massgeschneiderte Prozesse und Instrumente. Wir begleiten Sie von der Idee bis zum Prozesserfolg und leisten in jedem Projektstadium gezielte Unterstützung. Das Know-how der Immobilienökonomie, das Kevin Stucki an der ZHAW aufgefrischt und erweitert hat, gehört zu unserem umfassenden raumplanerischen Angebot.

Städtebau, Siedlungs- und Ortsplanung - Drei Beispiele mit Panorama-Beteiligung in der neusten Espazium-Ausgabe "Immobilen und Energie"

20.09.2020_Die dritte Ausgabe des espazium-Sonderhefts "Immobilien und Energie" thematisiert Strategien, wie der Gebäudepark energetisch transformiert werden kann. Dargestellt werden Konzepte, Standards und Beispiele aus der Praxis. Motive und Umsetzungswege unterscheiden sich jeweils deutlich; nicht überall  taugen dieselben Rezepte. Dennoch soll die Lektüre aufzeigen, wie eine klimafreundliche Transformation in der  Immobilienentwicklung anzupacken ist. Aus Raumplanungssicht sind es nicht nur gute Beispiele zur Energie, sondern genauso zu einer qualitativen Innenentwicklung:

Sion, Cour de Gare: Hier gewannen wir unter Federführung von Bonnard & Woeffray Architekten, Monthey den internationalen städtebaulichen Studienauftrag 2012. Geschossfläche oberirdisch zu Landfläche im Verhältnis drei zu eins, wie in der Altstadt von Sion. Anschliessend durften wir die planungsrechtliche Grundlage mit einem Quartierplan ausarbeiten, so dass diesen Sommer mit der Realisierung begonnen werden konnte. Der Cour de Gare ist Teil der Gesamt-Würdigung des Wakkerpreises von Sion im Jahr 2014.

Langenthal, Pappelhöfe: Mit Rolf Mühlethaler Architekten, Bern durften wir die Siedlungsplanung mit einer Überbauungsordnung, der Nutzungsplanung erarbeiten. Ein Projekt der Innenentwicklung mit sanfter Renovation, Ersatz- und Ergänzungsbauten und schlussendlich mit einer Verdoppelung der oberirdischen Geschossfläche. Die Pappelhöfe sind Teil der Anerkennung der Stadt Langenthal beim Wakkerpreis 2019.

Stettlen, Bernapark: Als Ortsplaner von Stettlen besteht die Herausforderung, der Gemeinde als Planungsbehörde die Chancen und Gefahren des Bernaparks bewusst zu machen, so dass die richtigen Entscheide mit Überzeugung getroffen werden können. Für eine kleine Gemeinde wie Stettlen wirft das sehr grosse Vorhaben auf vielen Ebenen grundsätzliche Fragen auf, welche weit über die Innenentwicklung und Energie hinausgehen: Wer sind wir? Wohin wollen wir?

Gemeindeversammlung Diessbach bei Büren beschliesst Ortsplanungsrevision

16.09.2020_Zuerst eine Vision mit Massnahmen für den Ortskern und dann die Revision der Nutzungsplanung mit Baureglement und Zonenplan über die gesamte Gemeinde. In diesen Schritten durften wir die Gemeinde Diessbach bei Büren in ihren verantwortungsvollen Arbeiten in den letzten Jahren begleiten. Eine Gesamtmelioration mit Bachrenaturierungen und ökologischen Aufwertungen sind in die Revision der Nutzungsplanung eingeflossen. Die trotz Corona-Schutzkonzept und sommerlichem Wetter rege besuchte Gemeindeversammlung vom 8. September 2020 hat die Planung nach kontroversen Diskussionen mit grosser Mehrheit beschlossen. Diessbach bei Büren, eine lebendige ländliche Gemeinde.

Rüti bei Büren plant für die Zukunft, planerische Grundlage zur Entwicklung der Arbeitszone durch Gemeindeversammlung beschlossen

09.09.2020_Im Jahr 2010 wurde die Planergemeinschaft Lanz Architekten, Bauzeit Architekten und Panorama mit der Gesamtplanung des Betriebsareals der Thommen-Furler AG beauftragt. Resultat ist ein Masterplan mit einem hohen Mass an Flexibilität für die betriebliche Entwicklung: So viel wie nötig, so wenig wie möglich. Er zeigt auf, wie die Entwicklung des Betriebs von einem Pflichtlager für Heizöl zu einem Betrieb für Chemikalien-Versorgung, Umwelttechnik und Sonderabfall-Entsorgung konzeptionell und baurechtskonform weiterentwickelt werden kann. Er schreibt die Zukunft nicht fest, sondern ermöglicht sie. Aus dem Masterplan ergeben sich konkrete Bauprojekte und die dazu notwendigen baurechtlichen Instrumente.

Die Gemeindeversammlung hat die neue Zone mit Planungspflicht verabschiedet. Die Anforderungen hinsichtlich Erschliessung mit Bahn, öffentlichem Verkehr, Lastwagenverkehr, Kulturland, Lärm, Denkmalpflege, Gestaltung u.v.m. waren und sind eine grosse Herausforderung. Dank der innovativen Haltung der Gemeinde und der Firma Thommen-Furler AG konnte alles unter einen Hut gebracht werden, Instrumente, denen alle Akteure aus der Verwaltung, die Behörden und die Bevölkerung zustimmen können. Die Firma ist wirtschaftlich erfolgreich und kulturell aufgeschlossen: Gute Voraussetzungen für erfolgreiche Planungen mit schwierigen Rahmenbedingungen!

Spontan mitnehmen: Taxito

07.09.2020_ Der "Bund" berichtet am 27.8.2020: Drei weitere Gemeinden haben zusammen die Mitfahrgelegenheit Taxito eingeführt. Panorama unterstützt Taxito mit Rat und Tat. Statt den Daumen in die Luft zu halten, müssen die Fahrgäste einen Code in ihr Smartphone eintippen. Die Einführung des Mitfahrsystems ist ein Projekt der drei Gemeinden Trub, Trubschachen und Escholzmatt-Marbach. Es ersetzt den Bürgerbus "Kröbu", der mehrmals täglich zwischen Trubschachen und Kröschenbrunnen verkehrt. "Kröbu war immer defizitär", sagt der Truber Gemeindepräsident Peter Aeschlimann an der Medienkonferenz am Donnerstag. Darum habe man nach einer günstigeren Lösung Ausschau gehalten. Zwischendurch gehen Aeschlimanns Worte im Autolärm unter, doch er wertet dies als gutes Zeichen. "Auf einer so viel befahrenen Strasse kann es nicht sein, dass jemand länger als fünf Minuten auf eine Mitfahrgelegenheit warten muss", meint er. Auswertungen zeigen, die Wartezeit liegt zwischen zwei und drei Minuten. Das Mitfahrsystem kann gemietet oder gekauft werden. Die drei Gemeinden haben sich zum Kauf entschlossen, Kosten zwischen 7000 und 8000 Franken. Hinzu kommt jährlich ein Betrag von 1700 Franken für die Wartung und die Instandhaltung der Haltestellen. Diese sind auf Berner und Luzerner Boden eigentlich identisch. Nur werden die Displays im Kanton Luzern von den Automobilisten besser wahrgenommen. Denn im Kanton Bern müssen die orangefarbenen Lämpchen darunter konstant leuchten. So will es das Gesetz. Im Kanton Luzern jedoch dürfen sie blinken.

Gemeinde Thurnen - Zusammenwachsen

31.08.2020_Die neu fusionierte Gemeinde Thurnen macht sich daran, ihre Ortsplanungen zusammen zu führen. Wir freuen uns, die Gemeinde bei diesem anspruchsvollen Zusammenwachsen zu begleiten.

Thomas Waltert wird neuer Baselbieter Kantonsplaner

24.08.2020_Wir gratulieren Thomas Waltert zu seiner Wahl als Kantonsplaner! Schon als Praktikant bei uns im Büro Panorama hat er die Herausforderung gesucht - als Bungeespringer und als Raumplaner. Mit dieser Vorbereitung ist er für das Amt bestens gerüstet und kann der neuen Aufgabe gelassen entgegensehen. Thomas, wir wünschen dir viel Erfolg bei der Entwicklung des Baselbiets und Genugtuung bei der interessanten Aufgabe! Die Panoramer*innen.

Sion: Umsetzung Studienauftragserfolg "Cour de Gare"

17.08.2020_Unter Federführung von Bonnard Woeffrey Architekten aus Monthey gewannen wir 2012 den städtebaulichen Studienauftrag zum "Cour de Gare" in Sion. In der Zwischenzeit entwickelte Bonnard Woeffrey das Bauprojekt. Wir erstellten den grundeigentümerverbindlichen Quartierplan. Nun ist es soweit, die Realisierung des grossen Vorhabens (65‘000 m2 BGF, rund Mio. CHF 225) zwischen Bahnhof und Altstadt beginnt. Neugierig beobachten wir die Entwicklung. Die Dichte wird hoch, sie entspricht jener der mittelalterlichen Altstadt. – Auch im Wallis wird zunehmend an raumplanerisch intelligenten Orten entwickelt und das nicht zu knapp.

Kuriosität "Heimatlosenplatz" – Raumplanung quo vadis?

10.08.2020_Bis 1931 gab es ein Stück Land, das zu keinem Kanton und somit rein rechtlich auch nicht zur Schweiz gehörte. U.a. berichtete die NZZ am 15.5.2017 darüber. Der Umgang mit den 63 Aren ist ein Lehrstück für den Umgang mit den Fahrenden. Die Schweiz ist ein Rechtsstaat, der klare Grenzen gegen aussen und zwischen den einzelnen Kantonen hat. Umso seltsamer ist es, dass es im Grenzgebiet zwischen den Kantonen Aargau, Basel-Landschaft und Solothurn lange Jahre ein kleines Stück Land gab, das staatenlos war. Die 63 Aren sind den Einheimischen als «Vagantenplatz» oder «Heimatlosenplatz» bekannt. Unter dem zweiten Namen erschien das Territorium auf der eidgenössischen topografischen Karte von 1877. In einem Plan der Kantonsgrenzen zwischen Baselland und Solothurn wurde das kleine Dreieck mit «In der Freyheit» beschrieben.

Als Raumplaner sind wir bestrebt, Heimat in Freiheit zu schaffen. Freiheit beinhaltet Verantwortung. Dieses Verhältnis muss auch in der Raumplanung immer wieder neu ausgehandelt werden. Durch sorgfältige Auftragsklärung, überzeugende Prozessgestaltung und konkrete Umsetzung setzen wir uns für qualitative Entwicklungen ein. Wir setzen uns also für Orte der Heimat ein!

Panorama Ausgangstipp: Sommernachtskino am 7./8. August 2020 auf dem Chäsiplatz in Diessbach - Was hat das mit Raumplanung zu tun?

03.08.2020_Das Sommernachtskino Diessbach ist ein kultureller Anlass, der von interessierten Kreisen aus dem Dorf organisiert und durchgeführt wird. Der Anlass findet im August jeweils am letzten Freitag und Samstag vor Schulbeginn statt und zeigt abendfüllende Spielfilme – traditionell meist eine Schweizer Produktion, oft in Dialektfassung, sowie einen ausländischen Spielfilm. Kurz nach der Dämmerung und vor dem Hauptfilm wird ein Kurzfilm speziell für Kinder gezeigt. Schon ab dem frühen Abend werden die Gäste bei Speis und Trank verwöhnt; die hervorragende Festwirtschaft und das gemütliche Ambiente locken den Grossteil der Kinobesucher bereits zur Essenszeit auf den schönen Chäsiplatz. Selbstverständlich sind die Organisatoren auch für das gute Wetter besorgt. Die Organisator*innen freuen sich, Sie am diesjährigen Sommernachtskino auf dem Diessbacher Chäsiplatz zu begrüssen.

Was hat das mit Raumplanung zu tun? Nicht wenig - wenn Vieles beliebig und austauschbar wird, werden gewachsene Räume mit eigener Geschichte immer wichtiger. Für und mit Diessbach bei Büren durften wir uns mit der Dorfkernentwicklung mit dem wunderbaren Kirchenbezirk inkl. Chäsiplatz auseinandersetzen. Die Geschichte der baulichen Entwicklung soll sorgsam in Wert gesetzt werden, so dass nicht nur an einem Wochenende im Jahr unterhaltsame Filme im Gemeinderahmen erlebt werden können, nein, die Entwicklung soll so erfolgen, dass der Dorfkern mit seinen hohen räumlichen, gestalterischen und sozialen Qualitäten für weitere Generationen tagein, tagaus geliebtes Zuhause bedeutet.

Was man übers Bauen ausserhalb der Bauzonen wissen muss

08.07.2020_Die Kantone Bern, Jura, Waadt und Wallis sowie EspaceSuisse, der nationale Verband für Raumplanung und dessen Westschweizer Sektion, haben sich für ein gemeinsames Filmprojekt entschieden: Vier Kurzfilme und eine längere Version zeigen auf, was ausserhalb der Bauzonen gebaut werden kann. Die Filme geben auch Auskunft über die zuständigen Behörden und Verfahren sowie über die Konsequenzen bei Nichtbefolgung der geltenden Bestimmungen. Panorama wünscht eine schöne Sommerzeit - innerhalb und ausserhalb der Bauzonen!